#021 Es wird besser – Zwischen Trainingsplan und Realität
Die ersten Wochen nach Trainingsplan liegen bereits hinter mir, und ich darf sagen: Es wird von Tag zu Tag besser. Allein die Struktur tut unglaublich gut. Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, was wann ansteht – der Plan gibt den Takt vor. Ob das Ganze am Ende wirklich aufgeht, wird sich allerdings noch zeigen.
Ich muss jedoch beichten: Mein Trainingskalender ist immer noch voll mit roten Einheiten. Die Integration in den normalen Tagesablauf ist alles andere als einfach. Laufen und Radfahren bekomme ich irgendwie unter. Aber Schwimmen … das ist eine ganz andere Geschichte.
Schon der organisatorische Aufwand ist enorm:
-
- herausfinden,
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- welche Halle hat geöffnet
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- Sachen packen
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- hinfahren
-
- umziehen
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- zwischen den anderen Bojen hindurch schwimmen
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- wieder umziehen
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- nach Hause oder direkt zur Arbeit
Ein echter organisatorischer Graus.
Mein größtes Problem dabei ist, dass man sich immer mit anderen arrangieren muss. Da kommt der Einzelgänger im Sport in mir deutlich zum Vorschein. Entweder schwimmen dort die Profis, bei denen man nicht im Weg stehen möchte – oder die berühmten „Kreuzfahrtschiffe“, die gemütlich vor sich hin treiben und permanent überholt werden müssen, wenn man nicht untergehen will. Schwimmen ist mit Abstand meine am wenigsten favorisierte Disziplin. Zu viele Randbedingungen, zu wenig Kontrolle.
Zunächst war ich in einem Schwimmbad mit 25-Meter-Bahn. Der Haken: Es öffnet erst um 7:00 Uhr, also keine Chance, vor der Arbeit zu trainieren. Bedeutete: direkt nach der Arbeit ins Becken.
Aufgrund der kurzen Bahn musste ich am Beckenrand oft warten, bis langsamere Schwimmer kurz vor dem Bahnende waren, um dann loszuschwimmen. Die Folge: extrem lange Pausen, wenig Rhythmus und Einheiten, die sich ewig hinzogen.
Inzwischen bin ich in einem anderen Schwimmbad. Es öffnet bereits um 6:30 Uhr und hat eine 50-Meter-Bahn – dafür allerdings keine Nachmittagsöffnungszeiten mehr. Auch hier gibt es die bekannten Gruppierungen: Profis, ambitionierte Amateure wie mich und eben die Kreuzfahrtschiffe.
Der Vorteil der 50-Meter-Bahn: Überholen ist deutlich entspannter, weil mehr Platz und Zeit bleibt. Trotzdem mache ich aktuell alle 50 Meter eine kurze Pause von etwa zehn Sekunden. Laut Trainingsplan stehen eigentlich 2.500 Meter pro Einheit an. Davon bin ich noch ein gutes Stück entfernt – dafür müsste ich über zwei Stunden im Becken verbringen. Mal sehen, wann ich dort ankomme. Entsprechend fällt das Schwimmen aktuell noch häufiger aus.
Nach Weihnachten möchte ich hier deutlich mehr Engagement investieren. Bis dahin liegt der Fokus klar auf Laufen, Radfahren und Krafttraining.

Das Laufen läuft erstaunlich gut – fast so, als hätte ich nie etwas anderes gemacht. Selbst die Intervalle machen Spaß. Ich baue sie ganz selbstverständlich in meine normalen Laufrunden ein. Das fühlt sich richtig gut an.
Radfahren funktioniert bis etwa 1,5 Stunden ganz ordentlich auf der Rolle. Alles darüber hinaus wird zur mentalen Herausforderung. Mal sehen, wie sich die ersten Zwei-Stunden-Einheiten anfühlen. Zum Glück habe ich mir ausreichend Filme und Serien herausgesucht, um die Zeit zu überbrücken.
Im Krafttraining halte ich mich an die Basics: Kniebeugen, Liegestütze und Sit-ups. Inzwischen kommen sogar wieder Klimmzüge dazu. Der Körper findet langsam zurück in Form.
Noch ein Wort zum Radtraining: Der FTP-Test hat mich komplett zerstört. Gefühlt hat er mir den Rest gegeben. Wahrscheinlich habe ich ihn auch nicht zu 100 % korrekt durchgeführt.
Kurz einrollen, zwei Intervalle, locker radeln – und dann 20 Minuten all out. Wie teilt man sich das ein, wenn man so etwas noch nie gemacht hat?
Ich bin viel zu hart gestartet. Nach wenigen Minuten musste ich Tempo rausnehmen, um den Puls wieder unter Kontrolle zu bekommen. Die letzten zehn Minuten bin ich dann relativ konstant mit etwa 210 Watt gefahren. Das Wasser lief nur so aus mir heraus – mehr, als ich an diesem Tag überhaupt getrunken hatte. Aber gut: Es ist eine erste Standortbestimmung, die ich in drei Monaten erneut überprüfen kann.
Den CSS-Test fürs Schwimmen habe ich ausgelassen, da ich aktuell ohnehin nur unregelmäßig schwimme. Der Leistungstest fürs Laufen hingegen war entspannt. Die 10 Kilometer hätte ich durchaus schneller angehen können – 4:40 min/km oder sogar flotter wären drin gewesen. Jetzt liegt der Wert eben bei etwa 4:50 min/km. Passt.
Wenn das Training weiterhin so läuft, kann ich mir gut vorstellen, dass das Ganze wirklich etwas wird.
Zum Schluss noch eine kleine Motivation: PlattfussPodcast Zwei Typen, die mich beim Laufen regelmäßig mit ihrem Podcast antreiben. In der dazugehörigen Doku: NO TALENT – Zwei Brüder auf Mission Roth wird gezeigt, wie sie nach Roth gekommen sind.
Und ganz ehrlich: Das schaffe ich auch.
Das war es erstmal wieder von mir. Wenn es Dir gefallen hat dann schreibe mich an und ich setze Dich auf meine Newsletter Liste. So bekommst Du jedes Mal wenn es einen neuen Blog Eintrag gibt eine Erinnerungsmail.
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Beste Grüße,
Euer Mario
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One Comment
W. Michael
Glückwunsch und weiter so Mario. Viel Erfolg auf Deinem Weg nach Roth.
🤗🍀👍👍👍